Robert Greenes „Perfekt!“ US-Titel: Mastery (Meisterschaft)

Robert Greenes „Perfekt!“ US-Titel: Mastery (Meisterschaft)

Robert Greenes „Perfekt!“ US-Titel: Mastery (Meisterschaft)

Greenes „Perfekt! Der überlegene Weg zum Erfolg“ heißt im Original „Mastery“ und handelt davon, wie man Meister:in seines/ihres Faches wird

Auf den Punkt gebracht

Wie erlangt man „Meisterschaft“? Wie vollbringt man Leistungen der Extraklasse? Wie erlangt man eine Stufe der Perfektion, die andere Menschen in Erstaunen versetzt? Ob Einsteins Relativitätstheorie. Mozarts Kompositionen. Shakespeares Werk. Pures Genie?

Robert Greene sagt: Nein! Greene zeigt, mit welchen Mitteln die Meister:innen ihres Faches das vollbracht haben – und wie prinzipiell jede( r) (s)ein perfektes Werk vollbringen kann!

Wichtige Hintergrund-Info

Greene hat sich mit seinen vorigen Büchern „Power: Die 48 Gesetze der Macht“ oder „Die 24 Gesetze der Verführung“ den Ruf eines „modernen Macchiavellis“ erarbeitet. In Deutschland wurden seine „24 Gesetze“ gar aus dem Handel genommen.

Zu meiner Überraschung konnte ich in „Mastery“ von alldem nichts bemerken. Im Gegenteil. In „Power“ ging es um Manipulation und geschickte Verstellung, in „Mastery“ dagegen darum, (s)eine innere Wahrhaftigkeit zu finden sowie seine wahren Talente, Fähigkeiten, Neigungen und Stärken zu entwickeln.

Die Meisterschaft muss sich laut Greene jeder hart, redlich, authentisch und ehrlich erarbeiten – Abkürzungen, faule Tricks oder „Hacks“ führen ins Leere!   

Die zweite wichtige Hintergrund-Info

Wie im Titel und oben schon angedeutet wurde, weicht der deutsche Titel „Perfekt!“ vom Originaltitel „Mastery“ erheblich ab. Über die Gründe kann man nur spekulieren.

Vielleicht klingt „Meisterschaft“ etwas altmodisch und altbacken, ist aber von Greene genau so gemeint. Laut Greene kann man nur durch Neigung UND Übung Meisterschaft erlangen, auch wenn in unserer technisierten Gesellschaft viele nach Tricks oder Abkürzungen suchen.

Für wen dieses Buch vor allem ist

Man könnte sagen: Prinzipiell für alle, die es auf einem bestimmten Gebiet zu wahrer Meisterschaft bringen wollen. Doch so einfach ist es leider nicht. Greenes Stil ist akribisch, überbordend und ausführlich.

Für Fortgeschrittene ist das Buch eine Quelle der Inspiration. Man sollte einen langen Atem mitbringen und schon einige Erfolgsratgeber gelesen haben. Bei mir lag das Buch mehrere Jahre „angeschmökert“ im Regal. Heute bin ich total begeistert davon. Offenbar war ich zur „Meisterschaft“ noch nicht bereit.  ;- )

Was man aus diesem Buch mitnehmen kann

  • Den Schlüssel, wie man Spitzenleistungen erzielt, indem man sich zum Meister seines Faches ausbildet / zur Meisterin ihres Faches
  • Was es bedeutet und umfasst, Meister:in werden zu wollen – und warum das Sprichwort „Übung macht den Meister“ besondere Gültigkeit hat 
  • Wie man seine wahre Bestimmung und Lebensaufgabe entdeckt
  • Was man in den Lehrjahren beachten sollte
  • Wie man die richtigen Mentor:innen findet – und aus deren Schatten heraustritt
  • Warum es wichtig ist, als Meister:in soziale Kompetenzen zu erlangen
  • Wie man seine Kreativität und Schöpfungskraft steigert und maximal nutzt
  • Wie die „Rückführung“ dieser kreativen Errungenschaften in die „Realität“ und „rationale Lebenswelt“ gelingt

Was noch besonders erwähnenswert ist

Für dieses Buch hat Robert Greene eine aufwändige „Desk Research“ über „Meister:innen der Vergangenheit“ betrieben UND rund 10 Meister:innen der Gegenwart zu ihrem Weg interviewt. Das Buch nimmt daher fast schon den Charakter einer Studie an.

Bei der Auswahl hat Greene genau darauf geachtet, vor allem Meister:innen auszuwählen, die NICHT durch Herkunft bevorteilt oder mit Genialität gesegnet waren. Beziehungsweise wird deutlich, wodurch vermeintliches „Genie“ wirklich zustande kommt!

Fazit

Robert Greene kann in „Mastery“ perfekt darlegen, warum Meisterschaft vor allem auf individueller Neigung, einer guten Ausbildung und extrem viel Übung beruht.

Ein Ratgeber, der „Geniegedanken“ oder oberflächlichen „Patentrezepten“ eine Absage erteilt, indem er zeigt, dass jede(r) seinen/ihren Weg finden kann, wenn er es sinnvoll und nachhaltig angeht. Und dies an prominenten Beispielen belegt.

An harter Arbeit führt kein Weg vorbei, auch dann nicht, wenn man Einstein oder Mozart ist. Dazu gehört auch das Studium intelligenter Bücher!

Christian Born

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