Der wichtigste Weg zum Erfolg: Die Reise zu sich selbst

Der wichtigste Weg zum Erfolg: Die Reise zu sich selbst

Der wichtigste Weg zum Erfolg: Die Reise zu sich selbst

written by CHRISTIAN BORN

1831 brach der junge Charles Darwin zu einer Reise auf, die sein Leben für immer veränderte. Und, wie sich zeigen sollte, auch das Leben der gesamten Menschheit.

Darwin bekam die Chance, eine Stelle als Naturforscher auf der HMS Beagle zu erhalten – und zu einer Forschungsreise ans Ende der Welt aufzubrechen.

Nie zuvor hatte Charles einen Schritt ohne den Rat seines Vaters getan. Dieser sah für ihn eine Karriere als Landpfarrer vor, nachdem Charles das Medizinstudium nicht geschafft hatte. 

Nun aber meldete sich Darwins innere Stimme zu Wort. Immer schon hatte er sich für Pflanzen und Tiere interessiert und beim Bestimmen einiges Geschick bewiesen. Und immer schon hatte sein Vater davon nichts wissen wollen. Darwin schrieb an Kapitän FitzRoy folgende Zusage:

„Nun wird mein zweites Leben beginnen, und es wird wie ein Geburtstag für den Rest meines Lebens sein.“

Der Rest ist HISTORISCH.

Darwin machte sich und der Welt große „Geburtstagsgeschenke“. Auf der HMS Beagle konnte Darwin seiner Leidenschaft nachgehen. Dabei entdeckte er neben Tieren und Pflanzen etwas ganz Entscheidendes …

Ja, auch die Evolution. Aber zuerst: sich selbst!

Der START zum Erfolg: sich selbst finden   

Die Entdeckung der Evolution begann nicht erst, als Darwin die Galapagos-Finken entdeckte. Auch nicht, als er in den Anden Muschelreste fand. Der Grundstein der Evolutionstheorie ist Darwins „persönliche Evolution“.

Darwins Erfolge im Leben begannen, als der gescheiterte Mediziner und angehende Landpfarrer den Naturforscher Charles Darwin zum Leben erweckte – und die Reise zu sich selbst antrat.  

Was er dort entdeckte, war wichtiger als alles andere auf der Welt: seine Lebensaufgabe, seine Berufung, seine Bestimmung, seine Leidenschaft, sein Spezialgebiet sowie seine Einzigartigkeit.

Die Reise mit dem Forschungsschiff Beagle war sein Erweckungserlebnis. Charles sprengte die Fesseln seiner kümmerlichen Existenz als Puppe seines Vaters, als „Zombie“ ohne Ziel – und erwachte zum Leben.

Es ist immer dieselbe Geschichte.

Einstein wurde zu dem, was er ist, als er intuitiv beschloss, Physik wie ein Hobby zu praktizieren – statt im Rahmen eines „rationalen“ Lehrbetriebs, in dem er sich nicht zurechtfinden konnte.

Mozart wurde zu dem, was er ist, als er beschloss, nicht mehr die Marionette seines Vaters oder „das Wunderkind“ zu sein – sondern Komponist. Sicher, auch der Pianist Mozart wäre in die Geschichte eingegangen, aber als Figur seiner Zeit, nicht als überzeitliches Genie, das Musik für die Ewigkeit schrieb!

Bevor man an den Start geht, sollte man SEINEN Startpunkt finden. Sonst beginnt man den Erfolgsweg an der falschen Stelle – und landet deshalb auch am falschen Punkt.

Wie findet man sich selbst?

Simon Sinek hat gesagt: Sein WARUM zu finden ist „wie das Goldsieben am Fluss der Vergangenheit“ und am Kern der Existenz.

Das ist keine leichte Sache. Woher soll man wissen, ob man richtig liegt? Es scheint mit Unsicherheiten verbunden zu sein. Aber die innere Wahrheit bricht sich ihre Bahn, wenn man sie lässt.

Sie wissen, was sie wollen, in dem Moment, wo Sie es sehen – es ist nur verschüttet. Aber es ist da. In jedem Menschen. Im Moment des Entdeckens legen Sie IHREN Kern unter den Schichten Ihres Lebens frei.

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen.

1. Reisen Sie zu Ihren Erinnerungen

Darwin zum Beispiel erinnerte sich an seine Kindheit, wie er Tieren nachjagte, wie er Spaß am Jagen und am Präparieren hatte. Das ist auch anderen aufgefallen und das war der Grund, warum er dem Kapitän für die Expedition empfohlen wurde.

Als der Ruf der Beagle kam, wusste Darwin: „Das ist es.“

2. Reisen Sie zu Ihren Highlights  

Wo haben Sie Ihre persönlichen Highlights im Leben gehabt? Oder: Welche Highlights würden Sie gerne erleben? Wo haben Sie bereits solche Highlights gesucht – und sich zu früh entmutigen lassen?

Kommen Sie Ihren Highlights auf die Spur. Die Welt braucht weitere Highlights!

3. Reisen Sie zu Ihren Lebensthemen

Was zieht sich wie ein Roter Faden durch Ihr Leben? Was haben Sie immer schon getan oder gewollt, auch wenn Sie das nicht zum Beruf oder zu einer Berufung machen konnten? Oder was hat Sie immer schon gefesselt, obwohl sie es nicht weiterverfolgen konnten? Oder gab es einen besonderen Zwischenfall in Ihrem Leben, der Sie nicht mehr loslässt – und der Ihr Thema werden könnte.

Was ist das Thema Ihres Lebens?

4. Reisen Sie zu Ihren Neigungen

Unsere Seele hat eine charakteristische Eigenart. Sie schwankt. Manchmal so stark wie unsere Stimmungen. Aber nichtsdestotrotz neigen wir zu bestimmten Dingen mehr als zu anderen. Bei welchen Tätigkeiten im Leben mussten Sie sich immer verbiegen? Und wo komischerweise nie?

Machen Sie doch, was SIE wollen!

5. Reisen Sie zu Ihren Stärken

Was sind Ihre Stärken? Was können Sie sehr gut? Doch Vorsicht! Nicht alles, was Sie können, ist das, was Sie wirklich wollen. Stärken liefern lediglich Indizien und Möglichkeiten, aber keine Garantien. Gleichen Sie Ihre Stärken deshalb mit dem sechsten Punkt ab: den Gefühlen.

Auf welchen Gebieten könnten Sie zu den BESTEN gehören? Welche Stärken könnten Sie zu einer neuen SUPERKRAFT zusammenschließen?

6. Reisen Sie zu Ihrer Quelle: den Gefühlen

In welchen Momenten Ihres Lebens waren Sie glücklich? Wann haben Sie die Welt um sich herum vergessen? Auf welchen Betätigungsfeldern finden Sie Erfüllung? Erfüllung kommt nur durch Erfühlung sowie Einsfühlung zustande. Deswegen sind Ihre Gefühle so wichtig. Ihr Gefühl sagt Ihnen, ob Sie mit Ihren Einschätzungen zu Ihrem Erfolgsweg richtig liegen?

Also, was sagt IHR Gefühl?

7 Reisen Sie zu Ihren Sehnsüchten und Wünschen

Und last, but not least: Was sind Ihre Sehnsüchte? Ihre Wünsche? Auch wenn diese scheinbar unerfüllbar sind. Wernher von Braun träumte davon, zum Mond zu fliegen. Nelson Mandela träumte von der Aufhebung der Rassenschranken. Greta Thunberg träumt vom Ende der Klimaerwärmung. Träume sind oft der Schlüssel zu großen Erfolgen.

Wovon träumen Sie? Auch wenn es unmöglich erscheint.

Betrachten Sie nun alles, was Sie auf Ihrer Reise erlebt haben.

Was von allem lässt Sie nicht mehr los? Dann verfolgen Sie es unbedingt.

Und wenn die Antwort „NICHTS wirklich“ lautet, ist das auch nicht schlimm. Dann ist der Ruf noch nicht stark genug. Aber dann müssen Sie Folgendes tun: Sie müssen das, was am stärksten in Ihnen glimmt, bewusst weiterverfolgen, bis daraus, eines unvermuteten Tages, ein Feuer wird.

Vergessen Sie nicht: Sie stehen auf der Weltbühne. Also hinterlassen Sie dort einen besonderen Eindruck!

Setzen Sie nun IHR Puzzle zusammen

Woher wissen Sie, wie das Puzzle richtig aussieht?

Dazu ein Gleichnis, das ich im Buch „The ONE Thing“ von Gary Keller und Jay Papasan gefunden habe. Hier bittet ein Vater einen Jungen, ein schweres Puzzle richtig zusammenzusetzen, das er aus einer Zeitung ausgerissen hatte.

Der kleine Junge schafft das in kürzester Zeit. Der Grund: Auf der Rückseite der Zeitungsseite war ein Gesicht abgebildet. Der Junge musste nur das Gesicht richtig zusammensetzen.

In diesem Sinn müssten Sie Ihr wahres ICH zusammensetzen.  

Malen Sie sich Ihr ICH vor Ihrem geistigen Auge aus.

Sie haben ein richtiges Bild von sich vor Augen. Garantiert. Es ist nur verschwommen. Weil Sie nicht wissen, ob sie die Vision weiterverfolgen sollen.

Viele Jahrzehnte nach Darwin hat ein anderer Reisender vor den Studenten der Stanford University gesagt:

„Sie müssen darauf vertrauen, dass sich die einzelnen Mosaiksteinchen in Ihrer Zukunft zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Sie müssen auf etwas vertrauen – Ihr Bauchgefühl, das Schicksal, das Leben, Karma, egal was. Denn der Glaube daran, dass sich irgendwann die einzelnen Mosaiksteinchen zusammenfügen werden, gibt Ihnen die Zuversicht, dem Ruf Ihres Herzens zu folgen. Auch wenn der Sie abseits der ausgetretenen Wege führt – aber das macht den Unterschied.“

Dieser alte Weise ist Steve Jobs, der gleich mehrere technische (R)evolutionen auslöste, weil er auf sein „Karma“ abseits der ausgetretenen Wege vertraute.

Niemand hatte dem jungen Charles gesagt, wonach er Ausschau halten sollte. Und als er bei SICH angekommen war, kam der Rest von selbst.

Darwin entdeckte die Evolution.

Was werden Sie wohl entdecken oder (er)finden?

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Diese Formulierung stammt aus dem Bestseller „Keine Regeln“ über Netflix. Dort ist Feedback Teil der Firmenkultur und der Verbesserungs-Prozesse. Es bedeutet: „Mit positiver Grundhaltung aussprechen, was man wirklich denkt und anderen real ins Gesicht sagen könnte.“ Na, dann los …

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