Erfolgsfaktor Unbeugsamkeit: Napoleon in Moskau

Erfolgsfaktor Unbeugsamkeit: Napoleon in Moskau

Erfolgsfaktor Unbeugsamkeit (nicht aufgeben): Napoleon in Moskau

Gegen einen übermächtigen Gegner kann Unbeugsamkeit der entscheidende Erfolgsfaktor sein. Wie schon Napelon im Russlandfeldzug sehen musste

 „Nie aufgeben!“ ist ein Ratschlag, der oft als wichtiger Erfolgsfaktor genannt wird. Ein Beispiel dafür lieferte die „Taktik der verbrannten“ Erde der russischen Armee. Diese unterlag am 7. September 1812 Napoleons Truppen in der Schlacht bei Borodino. Napoleon marschierte in Moskau ein. Dort wähnte er sich als der sichere Sieger und wartete auf die Kapitulations-Verhandlungen.

Jedoch: Es erschien keine russische Delegation. Stattdessen hatten die Russen die Stadt evakuiert, wichtige Infrastruktur destruktiv zerstört oder in Brand gesteckt. Napoleon wartete einsam und verzweifelt, bis er am 20. Oktober mit dem ersten Schnee frustriert den Rückzug antreten musste.

Drohende Niederlagen nicht akzeptieren: Erfolgsfaktor Unbeugsamkeit (nicht aufgeben!)

Die russische „Verbrannte-Erde-Taktik“ um Generalfeldmarschall Kutusow kann als Musterbeispiel dafür dienen, wie man einen Kampf, den man eigentlich bereits verloren hat, durch radikale Destruktivität doch noch gewinnen kann:

Man muss den Spieß einfach erfolgreich anders umdrehen und nur dafür sorgen, dass der Sieger seinen Sieg nicht als Erfolg verbuchen kann. Dafür muss man zwar hohe und unangenehme Opfer bringen – aber das ist oft besser, als die Konsequenzen einer Niederlage zu tragen und dabei alles zu verlieren. Eine niedergebrannte Stadt kann schließlich wieder aufgebaut werden.  

Den „Sieg“ des Gegners zum Pyrrhussieg machen

Napoleon saß in Moskau und wartete auf eine Delegation, die ihm die Stadt offiziell übergeben und über die Kapitulation verhandeln würden. Er rieb sich die Hände und freute sich darauf, seinen Triumph auszukosten. Aber die Russen machten alles anders. Sie dachten gar nicht daran, Napoleon die Stadt auszuhändigen.

Im Gegenteil: Sie steckten die Stadt in Brand und verwandelten sie für die französischen Truppen in einen unwirtlichen Ort. Es existierten keine Behörden und damit keine Ordnung mehr, stattdessen herrschte ein gespenstisches Szenario aus Plünderung und Verfall. Die Infrastruktur brach zusammen. Der Terror regierte. Der sichere Triumph wich einem Gefühl aus Angst und Unsicherheit.

Ein anderes As im Ärmel haben

Was Napoleon sich nicht vorstellen konnte: Die Russen hatten Moskau zwar preisgegeben, aber nur aus einem Grund: Sie hatten mit dem Winter noch ein As im Ärmel. Der Hintergedanke war, die Stadt als Winterquartier für Napoleon durch Terror unbrauchbar zu machen.

Erst mit dem Schneeeinbruch am 20. Oktober erkannte Napoleon, dass sein Sieg nur ein Pyrrhussieg war. Zu spät. Und der Rückzug im Schnee forderte ungeahnt viele Opfer. Ausgehungert, dezimiert und geschlagen kehrte das letzte bisschen Armee der Grande Nation nach Frankreich zurück.

Und die Moral der Geschichte? Fügen Sie sich nicht zu früh in eine Niederlage. Wer erfolgreich anders denkt, der weiß: Es ist auch dann noch nicht vorbei, wenn es eigentlich schon vorbei ist! Suchen Sie bis zuletzt nach dem As im Ärmel. Und wenn dort keines ist, schieben sie langsam, aber sicher eins ein.

Tipp zum Erfolgsfaktor der Unbeugsamkeit (nicht aufgeben!): Im Falle einer drohenden Niederlage kann die Erinnerung an Napoleons „Moskau-Desaster“ den rettenden Ausweg aufzeigen. Statt sich wie üblich in eine Niederlage zu fügen, sorgen Sie dafür, dass der Sieger keinen Erfolg davontragen kann. Zerstören Sie seine Erfolgsgrundlage. So vermeiden Sie eine Niederlage – und kommen am Ende vielleicht doch zum Erfolg! Fragen Sie sich:

  • Womit könnte man einem „Sieger“ den Erfolg an seinem Sieg vermiesen oder nehmen?
  • Welche Basis für den Erfolg könnte man nivellieren?
  • Wie könnte man den Erfolg so uninteressant machen, dass der Gegner aufhört und verschwindet
(Visited 7 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Kommentarfunktion: „ein wenig Feedback geben“

Diese Formulierung stammt aus dem Bestseller „Keine Regeln“ über Netflix. Dort ist Feedback Teil der Firmenkultur und der Verbesserungs-Prozesse. Es bedeutet: „Mit positiver Grundhaltung aussprechen, was man wirklich denkt und anderen real ins Gesicht sagen könnte.“ Na, dann los …

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert