Erfolgsfaktor Strategie: Arigo Sacchis Taktik

Erfolgsfaktor Strategie: Arigo Sacchis Taktik

Erfolgsfaktor Strategie: Arigo Sacchis Taktik

Der beste Erfolgsfaktor für den Sieg ist eine überlegene Strategie. Die Taktik ihres Trainers machte den AC Milan in den 80er Jahren zur erfolgreichsten Mannschaft im Fußball

Früher wurde Fußball mit simplen und starren Taktiken gespielt. Doch in den 80er Jahren veränderte ein ehemaliger Schuhverkäufer das gesamte Spiel: Arrigo Sacchi. Sein Antritts-Training beim großen AC Milan war selbst für erfahrene Profis neu. Sie sollten ein komplettes Match ohne Ball spielen, dafür mit den richtigen Team-Bewegungen. Über Jahre hinweg dominierte Sacchis AC Milan den internationalen Fußball. Heute praktizieren alle Teams seine Taktik als Basis.

Erfolgsfaktor Strategie: Die Quadratur des Kreises

Intelligenz im Fußball? „Ist das nicht die Quadratur des Balles?“, werden Viele fragen. Und genauso haben auch die Zeitgenossen von Arrigo Sacchi bei seinen neuen fußballtaktischen Konzepten reagiert. „Konzepte sind Kokolores“, sagte sogar der damalige deutsche Bundestrainer Erich Ribbeck und stand mit dieser Meinung keineswegs allein. Starre Systeme, Manndeckung und lange Laufeinheiten bildeten Ende der 80er- und 90er-Jahre das taktische Grundgerüst der deutschen Fußballtrainer.

Doch der „Kokolores“ aus dem Ausland hatte den deutschen Fußball zu diesem Zeitpunkt längst abgehängt. Gerade Arrigo Sacchi hatte ein Konzept entwickelt, das gänzlich anders war als alles, was es bislang in der Fußball-Taktik gab. Während seiner aktiven Zeit als Spieler kam er kaum über den Amateur-Bereich hinaus, was Kritiker ihm oft vorwarfen. Sicherlich auch deshalb, weil es sonst keine Kritikpunkte gab. Dafür kam er mehr über die Taktik und hatte seinen Blick fürs Spiel geschärft.

Frühere taktische Konzepte überwinden

Alle bisherigen Taktik-Konzepte sahen 11 Spieler auf 11 mehr oder weniger starren Positionen vor. So spielte der rechte Verteidiger rechts hinten, der rechte Mittelfeldspieler davor und davor der Rechtsaußen. Wenn der Gegner den Ball hatte, nahm jeder seinen Gegenspieler in Manndeckung. Und verfolgte ihn notfalls bis auf die Toilette, so jedenfalls lautet ein alter Fußballer-Spruch. Zwar gab es auch Ende der 70er Jahre schon so etwas wie Raumdeckung, aber Sacchi setzte noch etwas drauf.

Eine neue Intelligenz der Organisation etablieren

Bei Sacchi agierten alle Spieler weniger positionsgebunden und mehr situationsbezogen. Er ließ eine moderne Raumdeckung spielen, bei der Gegenspieler übergeben wurden, was zu weniger Hinterherlaufen führte. Dazu führte er das Verschieben ein. War der Ball auf der linken Seite, schoben alle Spieler mehr nach Links und ließen die rechte Seite frei. War der Ball vorne, schob die ganze Mannschaft kollektiv nach vorne. Und so weiter.

Das verringerte die Abstände zwischen den Positionen, sorgte für Überzahl in Ballnähe und machte die Räume für die Gegner eng. Zudem ließ er die Abwehrreihe mit einer Viererkette hoch stehen und mit einer Abseitsfalle spielen. Der Torwart stand weiter vor dem Tor und übernahm die Position des Liberos oder „Ausputzers“ dahinter. So hatten die Gegner kaum eine Chance, rannten sich entweder in der vielbeinigen Verteidigung fest oder liefen ins Abseits.

Damit hatte Sacchi erstmals alle bekannten Innovationen im Fußball in einem System kombiniert: die Viererkette, die Raumdeckung, das ballorientierte Verschieben und die Abseitsfalle. Sein System war so überlegen, dass alle Faktoren darin heute zu taktischen Standards geworden sind – damals war Sacchis Taktik-Konzept in der Summe der Verbesserungen eine hochüberlegene Revolution. 

Tipp zum Erfolgsfaktor Strategie: Das Beispiel von Arrigo Sacchi zeigt, dass Jeder Großes leisten kann, wenn er andere und bessere taktische Konzepte entwickelt – nicht nur auf dem Fußballfeld. Die intelligentere Lösung setzt sich durch und das Bessere ist der Feind des

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