Erfolgsfaktor Richtungs-Wechsel: Gandhis gewaltfreier Weg

Erfolgsfaktor Richtungs-Wechsel: Gandhis gewaltfreier Weg

Erfolgsfaktor Richtungs-Wechsel: Gandhis gewaltfreier Weg

Wenn die üblichen Wege zum Erfolg versperrt sind, muss man sein Heil in anderen Wegen suchen. Wie Gandhi, unter anderem mit dem legendären Salzmarsch

Der indische Politiker Mahatma Gandh erkannte 1915, dass auf dem Wege der Gewalt gegen die Kolonialherrschaft der Briten nichts auszurichten sei. Also suchte er nach einem anderen Erfolgsfaktor, der zum Ziel führen würde. Er entdeckte ihn in der Richtungsänderung. Indem er komplett in andere Richtungen dachte, kam er schließlich auf eine ungewöhnliche, fast paradoxe Lösung: den Weg des gewaltfreien Widerstands. Die „große Seele“ kämpfte ohne Waffen erfolgreich für seine Ziele, was gegen die britische Übermacht mit Waffen so nicht funktioniert hätte. Indem Gandhi dem Widerstand eine neue, gewaltfreie Richtung gab, veränderte er damit nicht nur den Weg, sondern auch die Welt.

Direkte Wege infrage stellen – Erfolgsfaktor Richtungsänderung 

Indien stand seit 1858 unter der Herrschaft der britischen Krone. Das spätere Kaiserreich galt als das „Kronjuwel des britischen Empires“. Gandhi sah, dass auf direktem Weg gegen das Empire nichts auszurichten war. Jedoch: Wie sollte man sich von der Herrschaft eines mächtigen Imperiums befreien, das militärisch hochgerüstet war? Zudem war Blutvergießen ein Mittel, das der Philosophie Gandhis und des indischen Volkes widersprach. Ihm widerstrebte die naheliegende Handlungsoption, Waffengewalt mit Waffeneinsatz zu vergelten. Also musste er eine andere Richtung einschlagen. Was aber konnte er gegen die britische Übermacht tun?

Andere oder gar gegenteilige Richtungen einschlagen

Ironischerweise war es ein Gefängnisaufenthalt in einem britischen Zuchthaus, der Gandhi genug Zeit verschaffte, über eine Lösung nachzudenken. Dort las er ein Essay des US-Philosophen Henry David Thoreau über die „Strategie des zivilen Ungehorsams“. Er erkannte, dass man keine Waffen brauchte, um Macht auszuüben. Was für ein unglaublicher Gedanke! Dieser Ansatz entsprach seiner Weltanschauung und lieferte eine friedfertige Munition zur wirksamen Verteidigung des Landes. Der britischen Herrschaft wurde durch Verweigerung der Zusammenarbeit Knüppel zwischen die Beine geworfen. Eine geniale Strategie, da sie zwar gewaltfrei war – aber alles andere als ohnmächtig. Nicht nur Gandhi vertrat sogar die Ansicht, dass Gewaltlosigkeit noch viel mächtiger sei als Gewalt! 

Wirksame Aktionen und Kampagnen daraus formen

1920 rief Gandhi die Kampagne der Nichtkooperation aus. Hundertausende von Indern folgten ihm dabei, den Briten die Zusammenarbeit und Steuerzahlung zu verweigern. 1930 ging Gandhi mit dem legendären Salzmarsch endgültig in die Geschichte ein, ein Protest gegen britische Steuern auf Salz. Damit trat er die spektakulärste Kampagne seit Beginn des gewaltfreien Protestes los. Millionen Menschen schlossen sich Gandhi an und marschierten gegen Groß-Britannien. 1947 zogen die Briten ab. Gandhi gilt bis heute als einer der größten Weltveränderer – und Weltverbesserer.

Tipp: Setzen Sie wie Mahatma Gandhi auf den Erfolgsfaktor der Richtungsänderung. Wenn Sie auf den üblichen Wegen nicht erfolgreich zum Ziel kommen, denken Sie über Alternativen nach! Schlagen Sie andere oder sogar scheinbar entgegengesetzte Richtungen ein, um damit Ihre Ziele zu erreichen. Und wenn das bedeutet, Gewalt mit Gewaltfreiheit zu bekämpfen!

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