Erfolgsfaktor Andersartigkeit: Beuys‘ Fettstuhl

Erfolgsfaktor Andersartigkeit: Beuys‘ Fettstuhl

Erfolgsfaktor Andersartigkeit: Beuys‘ Fettstuhl

Für manche ist er ein Sitzmöbel, für andere ist er ekelhaft: Beuys‘ Fettstuhl. Das Beispiel zeigt, wie man Erfolg durch radikale Andersartigkeit erreicht

„Das soll Kunst sein?“ Im Jahr 1963 schockte der Künstler Joseph Beuys die Welt, indem er einen Stuhl mit Fett beschmierte und das Ergebnis Kunst nannte. Die meisten Reaktionen fielen negativ aus und Viele meinten gar: „Das kann ich auch!“ Beuys widersprach nicht, er war der Meinung: „Jeder ist ein Künstler.“ Im Prinzip hätte jeder den Fettstuhl machen können. Aber das Privileg und der Erfolg blieben Beuys vorbehalten. Warum? Ganz einfach: Weil er offener als Andere für neue Wege war.

Erfolgsfaktor Andersartigkeit – offen für Neues

Das Andere ist immer auch etwas, das Menschen Angst macht. Dinge, die anders sind, sind nicht nur neu – sie sind auch fremd. Getreu dem Motto „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“ führen andere Dinge meist zu Kopfschütteln, zu Ablehnung, zu Problemen und Befremdung. Auch eine Idee mit hohem Erfolgspotenzial macht den meisten Menschen zunächst einmal Angst. Viele reagieren ungläubig oder halten die Idee in jeder Hinsicht für unmöglich. Möbel zum Mitnehmen und Selbst-Zusammenbauen? So ein Quatsch! Bis Ingvar Kamprad von IKEA mit diesem Quatsch Millionen machte.

Keine Angst vor dem Fremden

Der Fettstuhl von Beuys: „Was soll das?“, hört man die üblichen „Ja-aber-Leute“ sagen. Deswegen wären sie auch nie in der Lage gewesen, einen Fettstuhl zu erschaffen. Und es geht noch weiter. Wer immer ein „Ja aber“ im Hinterkopf hat und ein „Das war schon immer so“, der wird niemals zu anderen Ufern aufbrechen können. Die großen Entdeckungen, die großen Errungenschaften der Menschheit, mit Beton im Kopf hätten sie nie ins Leben gerufen werden können. Wenn Newton nicht offen für eine andere Sichtweise gewesen wäre, hätte sein Kopf nichts Anderes hervorgebracht als eine Beule, als der Apfel vom Baum auf ihn fiel. So wurde daraus die Entdeckung der Schwerkraft.

Das Andere erkennen – die Möglichkeiten sehen

Hören Sie deshalb bei allen Dingen auf, sich zu fragen, was das alles soll. Versuchen Sie lieber zu erkennen, was an Dingen wie dem Fettstuhl radikal anders ist als an allen anderen Kunstwerken – und nebenbei gesagt an allen anderen Stühlen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie Ihre Angst vor dem Anderen und damit Fremden ablegen, wo immer diese auch auftritt. Gehen Sie hier genau den umgekehrten Weg, und Sie erschließen sich damit die ganze Welt. Heißen Sie einfach das Fremde willkommen. Fremdheit wird oft auch paradox als „gelebte Unmöglichkeit“ bezeichnet. Das trifft es ganz gut. Leben Sie das, was Anderen unmöglich ist. Lassen Sie sich vom Anderen und Fremden bereichern. Lassen Sie sich zu Erfolgen inspirieren und schockieren.

Tipp: Eine der wichtigsten Regeln, die man Menschen mit auf den Erfolgsweg geben kann, ist: Offen für das Andere sein, keine Furcht vor Neuem, Radikalem oder Fremdem haben! Nur so können Innovationen und neue Erfolge entstehen, können eingefahrene Wege überwunden werden. Auch wenn nicht jeder damit umgehen kann, oder besser: genau deshalb!   

Wissen. Macht. Erfolg

Wer liest, ist im Vorteil. Mehr über Joseph Beuys, die Geheimnisse hinter seiner Kunst sowie seinen Erfolgen vermittelt die untere Biografie von Christiane Hoffmanns. Sehr differenziert geschrieben und voller interessanter Informationen. Die Autorin erklärt unter anderem die Hintergründe für Beuys inflationäre Verwendung von Filz und Fett und wie Beuys mit seinem Kunstbegriff eine so große Wirksamkeit entfachen konnte.

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