Erfolgsfaktor Inspiration: Fosburys Flop

Erfolgsfaktor Inspiration: Fosburys Flop

Erfolgsfaktor Inspiration: Fosburys Flop

Dick Fosburys Olympiasieg ist ein Musterbesispiel dafür, wie man unorthodoxe Methoden erfolgreich mit Inspiration verfolgt. Auch wenn das unangepasst wirkt

Olympia 1968. Der Amerikaner Dick Fosbury holte die Goldmedaille im Hochsprung, indem er nicht wie alle bäuchlings, sondern rücklings die Latte überquerte. Vor der Olympiade wurde er ausgelacht. Auch danach wurde seine Technik noch als „Flop“ verspottet. Daher der Name. Kurz danach aber setzte seine Sprungtechnik sich durch – bis heute.

So hat Fosbury den einzigen Flop produziert, der zu einem Top-Erfolg wurde. Weil er sich von Dingen inspirieren ließ, die niemand für möglich gehalten hätte. Auch Autos haben einen Rückwärtsgang! Warum also nicht mal eine andere Gangart einlegen?

Erfolgsfaktor Inspiration: raus aus dem Trott!

Höher, schneller, weiter. Nirgendwo wird nach oben die Luft so dünn wie im Sport. Wer an die Spitze will, muss mehr tun als „nur“ hart trainieren. Er muss jedes Detail seiner Sportart bis an die Grenze optimieren. Oft auch darüber hinaus.

Oder: Man steigt aus dem üblichen Hamsterrad aus und verändert den Rahmen. Ein gutes Beispiel, wie man „erfolgreich anders“ zum Ziel kommt, lieferte Dick Fosbury mit der Erfindung seines „Rückenrollers“. Während sich die Konkurrenz im „Straddle-Stil“ bäuchlings über die Latte wuchtete, flog Fosbury locker rücklings drüber.

Versuchen, Dinge anders herum anzugehen

Fosbury revolutionierte den Hochsprung vor allem deshalb, weil er die Gegebenheiten seines Sports hinterfragte. Die etablierten Bewegungsabläufe wollten seinem Körper nicht so richtig einleuchten. So versuchte er schon bald, einen eigenen Flugstil zu finden.

Fosbury hatte das Gefühl, dass Hochsprung anders besser funktionieren müsste als mit den bisher bekannten Mitteln. Und ließ sich zu etwas Neuem inspirieren. So stemmte er sich mit seiner Intuition gegen alle Gesetze. Seine Gegner lachten über ihn. Seine Trainer verzweifelten an ihm. Aber in Mexiko geschah das Unfassbare: Fosbury sprang mit 2,24 Metern Olympischen Rekord und lieferte den Zuschauern eine spektakuläre Show, die sie noch nie gesehen hatten.

Nichts auf übliche „Kritiken“ geben

Da sprang jemand mit dem Hinterkopf voran über die Latte, hievte dann irgendwann seinen Po darüber und klappte erst ganz am Ende sein Fahrgestell hoch. Fosburys Sprung wich so sehr von den bekannten Normen ab, dass man ihn zunächst als einen „Flop“ ansah – weil er aussah wie ein Storch im Salat oder wie jemand, der sich selbst verletzen möchte.

Sogar Fachleute diskutierten keineswegs über das Geheimnis von Fosburys Erfolg! Sondern man versuchte eher zu erklären, warum die Sprungtechnik nicht funktionieren könne! Fosbury gab später kopfschüttelnd zu Protokoll, er habe nicht begriffen, warum Andere den Erfolgsfaktor seines Sprungs nicht verstanden. Aber so ist das mit den „erfolgreich anderen“ Dingen: Nicht jeder versteht sofort, dass die Zeit des Üblichen vorbei und die des Anderen gekommen ist.

Fazit: Lassen Sie sich von Fosburys Experimentierfreude inspirieren. Immer wieder gibt es etablierte Handlungsroutinen, Techniken oder Paradigmen, die scheinbare „Maßstäbe“ setzen. Man prüfe wie Dick Fosbury, ob sich bestimmte Dinge nicht auch anders angehen lassen. Auch wenn das auf andere unorthodox wirken kann.

Dann entdeckt man vielleicht bessere Alternativen. Nur weil man die Dinge „immer schon so gemacht hat“, heißt das nicht, dass nach oben keine Luft mehr offen ist! So gesehen, ist Erfolg auch eine Stilfrage, nämliche eine Frage des unangepassten Stils.

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